Was ist die stille Kündigung und warum ist sie für HR relevant?
Bei der stillen Kündigung (engl. Quiet Quitting) ziehen sich Mitarbeitende innerlich zurück. Sie erfüllen ihre vereinbarten Aufgaben, bringen sich aber möglicherweise seltener über das vertraglich Erwartete hinaus ein. Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise anhaltende Überlastung, fehlende Entwicklungsperspektiven, mangelnde Anerkennung oder eine als wenig unterstützend erlebte Führung. Wichtig ist die Unterscheidung: Wer klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben setzt, hat nicht automatisch innerlich gekündigt. Auch einzelne Veränderungen im Verhalten sind kein zuverlässiger Beweis für sinkende Bindung. HR benötigt deshalb einen differenzierten Blick auf Engagement, Arbeitsbedingungen und Führung.